Seoul ist die Hauptstadt der Republik Südkorea und liegt am Fluss Han im Nodwesten des Landes. Die Stadt befindet sich lediglich 50 km südlich der Nordkoreanischen Grenze, auch bekannt als demilitarisierte Zone (DMZ). Seoul ist eine uralte Stadt. Bereits in der Baekje Dynasty (18 BC – 660 AD) und der Joseon Dynasty (1392-1910) ist Seoul Zentrum der jeweiligen Reiche. Nach der Gründung der Republik Südkorea im Jahre 1948 wird Seoul zur neuen Haupstadt ernannt. Mit über 10 Millionen Einwohnern ist Seoul Koreas größte Stadt und eine der bevölkerungsreichsten Städte weltweit. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von lediglich 605 Quadratkilometern, ist damit kleiner als London oder New York City, und folglich einer der am engsten besiedelten Großstädte. Seoul ist auch Weltrekordhalter der digitalen Vernetzung: In keiner anderen Stadt ist die digitale Revolution so weit vorangeschritten. In Seoul gibt es mehr Internet-Nutzer als in manchen Land. Die Stadt zählt zu der Liga der Top 20 "World-Class Cities".
Die weitere städtische Umgebung von Seoul umfaßt den Großhandelshafen von Incheon und ist mit ihren fast 23 Millionen Einwohnern das zweitgrößte städtische Ballungsgebiet nach Tokyo. Fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung Südkoreas lebt im Einzugsgebiet von Seoul und bildet damit das politische, kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes und die erste Adresse für internationale Geschäftsbeziehungen. Als Schlüsselfigur in der wirtschaftlichen Entwicklung von Südkorea ist Seoul als das 'Wunder vom Han' bekannt.