Shanghai, gelegen am Fluß Huangpu am Flußdelta des Chang Jiang, ist die einwohnerstärkste Stadt Chinas. Shanghai gilt als das wahre wirtschafltiche Kapital Chinas mit dem dynamischsten und modernsten Zentrum. Dank der Entwicklung der letzten 10 Jahre ist Shanghai zum wichtigsten wirtschaftlichen und finanziellen Zentrum der Volksrepublik China und größtem internationalen Handelspartern aufgestiegen. Der Hafen ist der größte des Landes und, mit Singapur und Rotterdam, der am meisten frequentierte Handelshafen weltweit. Auf chinesisch wird Shanghai in Hù e Shēn abgekürzt, was soviel heißt wie 'am Meer' oder 'im Meer'. Vor der Gründung der eigentlichen Stadt, ist die Region als Provinz Songjiang bekannt und der Stadt Suzhou unterstellt. Die Provinz selbst wird bereits vor seit ca. 1000 Jahren gegründet.
Mit Beginn der Song-Dynastie (960-1279), wird der Hafen von Shanghai immer lebendiger. Die Stadtmauern werden im Jahre 1553 errichtet und dieser Akt gilt als Gründungsdatum der heutigen Stadt. Bis zu Beginn des 19. Jahrhundert gilt Shanghai allerdings im Gegensatz zu anderen chinesischen Städten nicht als bedeutende Stadt. Es gibt weder bedeutende altertümliche Monumente noch andere historisch wertwolle Stätten. Bis zum Jahre 1927 gehört Shanghai zum Distrikt Jiangsu (mit der Haupstadt Nanchino). Erst nach und nach erhält Shanghai offizielle Selbstständigkeit und auch Stadtrechte. Die Rolle von Shanghai ändert sich erst plötzlich und in radikaler Weise im 19. Jahrhundert: Dank seiner exponierten Lage am Flusse Yangtze wird die Stadt zum idealen Hafen für den maritimen Handel mit dem Okzident.
Während des ersten Opiumkrieges zu Beginn des 19. Jahrhunderts, besetzen britische Soldaten für kurze Zeit Shanghai. Mit dem Vertrag von Nanchino im Jahre 1842 werden die Pforten des Hafens dem internationalen Handel geöffnet. Der Vertrag von Bogue, unterzeichnet im Jahre 1843, und der Vertrag von Wangsia von1844 erlauben ausländischen Firmen den Erwerb von chinesischem Boden. 1863 vereinigen sich die britische und die amerikanische Niederlassung zur sogenanten 'Internationalen Niederlassung'. Shanghai wird zum wichtigsten Finanzplatz des fernen Ostens.
Am 27 Mai 1949 fällt Shanghai unter kommunistische Kontrolle und in den folgenden 10 Jahren begrenzen unzählige Verwaltungsregeln die weitere Entwicklung. Nach 1949 verlegen viele ausländische Firmen Ihre Aktivitäten von Shanghai nach Hong Kong. Shanghai wird zum industriellen Zentrum der Kommunistischen Revolution. Selbst während der Kulturrevolution ist es Shanghai jedoch möglich die traditionell hohe Produktivität und relativ stabile Sozialstruktur zu erhalten. Die ökonomischen Aktivitäten in Shanghai sind seit jeher eine bedeutende Einnahmequelle für den chinesischen Staat. In den 80er Jahren liefert allein Shanghai bis zu 80% der Steuereinnahmen des Staates. Heute ist Shanghai das unbestrittene Wirtschaftswunder der Volksrepublik China und Wirtschaftsmotor mit weltweiter Bedeutung.